Japanisch
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Eintauchen in eine andere Welt – JAPANTAG im LSI
Kalligraphie, Schwertkampf, Tee und Sushi: Mit einem vielfältigen Kultur-, Sport- und Mitmachprogramm lud das Landesspracheninstitut in der Ruhr-Universität Bochum am vergangenen Samstag, dem 8. Mai, zum Japantag ein. Die Veranstaltung lockte über 100 große und kleine Besucher ins LSI.
Verteilt über das ganze Haus gab es für die Besucher viel zu entdecken. Kulinarisch ging es im Untergeschoss des LSI zu: Hier wurde das Geheimnis der perfekten Sushirolle gelüftet. Im Kochworkshop mit Daniel T. Wienand von Sushi Takeshi konnten interessierte Besucherinnen und Besucher lernen, wie California Rolls und dünne Maki gerollt werden. Auch wenn nur vegetarische Sushi zubereitet wurden, waren die Teilnehmer vom exzellenten Geschmack der Sushi und der sachkundigen Anleitung sichtlich beeindruckt.
Die Kunst des Schönschreibens konnte im Foyer entdeckt werden. Wer wissen wollte, wie sein Name in japanischen Schriftzeichen aussieht, konnte seine Neugier an diesem Samstag stillen. Zeitgleich konnten die Besucher auch selbst an Kalligraphie und am Bildbriefeschreiben teilnehmen. Während Kalligraphie den meisten ein Begriff war, konnten sich die wenigsten Besucher etwas unter „Bildbriefeschreiben“ vorstellen. Trotzdem oder gerade deswegen löste die kreative Gestaltung von Karten nicht nur großes Interesse, sondern auch rege Beteiligung bei Groß und Klein aus. Tusche, Farben, Pinsel und fachkundige Hilfe von Kaoru Matsuo standen stets bereit. Die selbstgestalteten Karten konnten dann als Andenken mit nach Hause genommen werden. Teezeremonie, Kanjistunde, Karaoke und Filmvorführungen rundeten das Rahmenprogramm ab.
Daneben ging es im LSI aber auch sportlich und rhythmisch zu. Die eindrucksvollen Iaido- und Kendovorführungen zogen nicht nur Kampfsportbegeisterte an. Am Vormittag zeigte Gregor Lorenz (Dortmunder Budo Sportverein e. V.), worauf es bei Iaido – der japanischen Kunst, sich mit dem Schwert gezielt und sicher zu bewegen, den Gegner so zu besiegen, in letzter Konsequenz das eigene Ego zu überwinden – ankommt. Nach einer Demonstration machten interessierte Besucherinnen und Besucher auch selbst bei den Übungen mit. Die Kendovorführungen von Dietmar Böcker und Henning Timm (Dortmunder Budo Sport Verein) sowie Max Rieger und Anna Ernst (DJK TUS Ruhrtal Witten) hinterließen nachhaltigen Eindruck bei den Besuchern. Einige ließen es sich nicht nehmen, bei dem anschließenden Kendo-Workshop mitzumachen und selbst das Bambusschwert zu führen.
Die Gruppe Amaterasu-Taiko aus Oberhausen vermittelte dagegen mit ihren traditionell japanischen Schlaginstrumenten einen lautstarken Eindruck von der Kultur Japans. Die mitreißende Vorführung und der atemberaubende Rhythmus zogen alle in ihren Bann und lösten riesige Begeisterung beim Publikum aus. Der anschließende Trommelworkshop mit Sayuri Ito war in jeder Hinsicht ein Erfolg. Innerhalb kürzester Zeit gelang es den Anfängern bereits, ein kleines Lied zu spielen. Alle Beteiligten genossen sichtlich ihre Vorführung!
Antworten auf Fragen rund um Japan wurden im „Japan-Wettbewerb“ gefunden. Beim Quiz traten rund 30 Kandidatinnen und Kandidaten aller Altersklassen an. Für die Endrunde qualifizierten sich vier Schülerinnen und Schüler, die dann den Sieg unter sich ausmachten. Als Preise erhielten die Teilnehmer der Endrunde von den Verlagen Langenscheidt und Buske gestiftete Wörterbücher. Die beiden ersten Preisträger wurden zusätzlich noch mit Lackdosen und Stiften belohnt, die das Japanische Generalkonsulat zur Verfügung gestellt hat.
Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Partnern und Sponsoren für eine gelungene Veranstaltung!



